LINZ. Knapp vorbei ist auch daneben hieß es diesmal für die Schwimmerin Katharina Stengg vom TWV-Telfs. Ziel der Anreise nach Linz wäre die Qualifikation für die heurigen Europameisterschaften in Budapest gewesen. Mit den Zeiten 0:27,51 über 50m Freistil blieb sie genauso über dem vom Österreichischen Schwimmverband geforderten Limit von 0:26,42 wie über 100m Freistil in der Zeit von 0:59,71 (Limit 0:57,28). Allzu enttäuscht zeigt sich die Leistungszentrums-Schwimmerin trotzdem nicht: Es war einen Versuch Wert. Es gibt auch noch weitere Wettkämpfe, bei denen man sich qualifizieren kann. Zudem wäre eine EM-Teilnahme voraussichtlich auch erst in einem Jahr geplant - dementsprechend war die Vorbereitung auch nicht speziell auf diese Qualifikation gerichtet. Wenn es heuer schon klappen würde, wäre dies ein tolles Zuckerl.
Vor einem Jahr hatte sich Stengg beim selben Meeting für die Junioren-Europameisterschaft qualifiziert. Weshalb eigentlich immer Linz und nicht mal in Innsbruck? In Linz ist Österreichweit die westlichste 50m-Halle und solche offiziellen Limits für Welt- oder Europameisterschaften sind eben auf einer 50m-Bahn zu erbringen. Das ist auch einer der Punkte, der LZ-Trainer Dr. Mike Finkenzeller schon lange ein Dorn im Auge ist: Im Gegensatz zu den anderen Schwimmer-Leistungszentren in Österreich können wir in Tirol nur wenige Monate im Jahr auf der Langbahn trainieren, und das nur bei guten Wetterverhältnissen. Eine entsprechende Vorbereitung auf solche Großveranstaltungen wie EM oder sogar WM ist in Tirol schon gar nicht möglich.
Die ein Jahr jüngere LZ-Trainingskollegin Nina Tauber vom WSV St. Johann war ebenfalls mit in Linz und versuchte sich wie Stengg voriges Jahr für die Junioren-EM zu qualifizieren, doch auch sie blieb über den geforderten Limits. Ihre derzeit stärkste Lage, die 100m Lagen, werden bei der EM nicht geschwommen, weshalb sie ihren Limitversuch auch über 50m Freistil versuchte.